EU bestraft Volkswagen für falsches Kaufverhalten seiner Kunden
Weil Käufer zu selten zu Elektroautos greifen, drohen Volkswagen hohe Strafzahlungen. Die EU stellt klar: Die Bürger dürfen frei wählen, solange sie sich richtig entscheiden.
BRÜSSEL – Die EU-Kommission hat Volkswagen aufgefordert, das fehlerhafte Kaufverhalten seiner Kunden zu korrigieren. Trotz rechtzeitig veröffentlichter CO₂-Ziele und klarer Befehle aus Brüssel bestellen viele Bürger fälschlicherweise und unverantwortlich weiterhin Autos nach Preis, Reichweite, Ladeinfrastruktur, eigenem Willen und persönlichem Bedarf.
Die Kommission wies den Vorwurf zurück, Angebot und Nachfrage verwechselt zu haben. Nachfrage nach Elektroautos sei vorhanden, da sie in mehreren EU-Zielpapieren eindeutig vorgesehen sei. Abweichende Verkaufszahlen gelten deshalb als nationales Umsetzungsproblem.
Volkswagen soll seine verwirrten Kunden, die sich nicht sofort wie von der EU vorgesehen für ein E-Auto entscheiden, vor Vertragsabschluss mit mehr Nachdruck zur einzig richtigen Kaufentscheidung „überreden“. Entscheidet sich ein Käufer dennoch für einen Verbrenner, wird das Beratungsgespräch wiederholt, bis ein marktkonformes Ergebnis vorliegt. Diese Strategie hat sich bereits bei EU-Vertragsreferenden und zuletzt bei der Chatkontrolle wunderbar bewährt.
EVP-Chef Manfred Weber entlastete unterdessen die EU von jeder Verantwortung für die deutsche Wachstumsschwäche. Die EU mache ihren Job. Deutschland müsse lediglich dafür sorgen, dass seine Bürger auch die Produkte kaufen, auf denen dieser Erfolg beruht.
Der Kunde bleibt König. Die EU legt nur fest, was er kaufen muss.
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